Dienstag, 6. März 2012

Ehemalige Felsenburg "Teufelsstein" bei Lichtenstein

Südlich der Burgruine Lichtenstein im gleichnamigen Ort (Landkreis Haßberge - Gemeinde Pfarrweisach) befindet sich in etwa 300 Meter Entfernung eine haushohe Felsformation.

Zu erreichen ist diese Felsgruppe am besten von der Burgruine Lichtenstein aus, in dem man den Sagenpfad folgt, der sich  im großen Bogen von rechts herum um die Ruine und Burg Lichtenstein zieht. Fast am Ende dieses kreisrunden Weges gelangt man schließlich zum sagenumwobenen Teufelsstein.

Auf dem Felsplateau befindet sich ein in Stein gemeiseltes Mühlebrett. Der Sage nach soll hier einer der Ritter von Lichtenstein mit dem Teufel um seine Seele gespielt haben. Der Teufel verlor das Spiel und stampfte vor Wut ein Loch in den Felsen, was heute noch zu sehen ist.

Auf dem Felsen finden sich auch Pfostenlöcher und Fundamentfurchen die auf eine Überbauung deuten.
Es gibt keine gesicherten Überlieferungen zur Geschichte des Teufelsstein, man vermutet aber die Burg war eine Vorgängerburg der Herren von Lichtenstein. Diese errichteten wohl im 11. oder 12. Jahrhundert hier ihre erste Burg auf Felsen (ähnlich der Ruine Rotenhan).

Der Zugang erfolgte wohl damals nur über eine Holzleiter, ehe man im 19. Jahrhundert das Plateau durch einige in Stein gehauene Trittstufen erschloss.

Ich selbst erreichte den Teufelsstein in der Abenddämmerung eines trüben und noch milden Wintertages "zwischen den Jahren"  und konnte deshalb leider nicht mehr wirklich viele Aufnahmen machen, aber die Atmosphäre im Wald und die ungewohnte Stille waren einmalig.

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